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Die Nachprüfung des Benzinvorrates ergab einen Bestand von etwa drei Litern. Würde er reichen, um zum Ziel zu kommen?! - Kaum hatte ich den Damm mit dem Spaten angebrochen, ergossen sich auch schon die Wassermassen in breiten Fladen über die Fahrstrasse. Wie gehetzt rannte ich nach der Maschine, die schon fast 10 Zentimeter unter Wasser stand, und fuhr zurück bis nach der Stelle, wo die gute Strasse ihren Anfang nahm. Hier stopfte ich noch schnell vor alle wasserempfindlichen Maschinenteile Stücke von einer angerissenen Gummidecke.
Dann begann der Start mit einem Ansatz wie zu einem grossen Rennen. Mit der überniedrig übersetzten Uebersetzung jage ich die Maschine in einem 60-Kilometer-Tempo an den Durchbruch heran und dann hinein in das Bodenlose. Der Motor schreit auf, als wollte er sich totheulen. Man hört deutlich die volle Tourenzahl und ihre Grenze. Die Maschine schleudert und schwänzelt in dem elenden Schlammeer wie ein trockengelegter Aal. Vorder- und Hinterrad reissen Schlammmassen herum, so dass alles versackt.
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Schon muss ich, um nicht von Touren zu kommen, auf den zweiten Gang schalten. Die Mitte der Sumpfstelle ist erreicht. Bei hoher Tourenzahl und langsamer Fahrt springen wir von der Maschine und versuchen sie durch den letzten Abschnitt der Überschwemmung zu schieben. Aber schon bei dem ersten Schritt rutschten wir aus wie auf Glatteis.
Langsam nur geht es vorwärts. Voll Spätzündung! - es half alles nichts mehr. Ich schaltete wieder auf den ersten Gang herunter. Dann noch einige Meter, und - wir waren hindurch.
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Wenn man mit dem Motorrad durch Italien fährt, möchte ich dazu raten, den schweren Wein, den man oft zu trinken Gelegenheit hat, mit Wasser zu verdünnen. Unverdünnt genossen, könnte er leicht die Veranlassung zu halsbrecherischen Fahrkunststücken geben, bei denen schliesslich sogar ein D-Rad zu Bruche gefahren werden könnte, - und das will immerhin etwas heissen! |
Ich habe zuerst das Originalbuch gelesen und war von den Leistungen der Fahrer stark beeindruckt. Ebenso ist einiges aus der Mentalität der bereisten Länder zu entnehmen, wie politische Situationen, Zollabfertigungen, Zerfall und Provisorien.
Unglaublich sind die Strassenverhältnisse, z.B. gab es 1928 keine befestigte Strasse zwischen Wien und Budapest, vom weiteren Wegeszustand ganz zu schweigen! Persönlich habe ich aber auch den Eindruck gewonnen, dass Gaebelmann die Orte im Nahen Osten von seinem Einsatz im ersten Weltkrieg kannte und das eine oder andere Ereignis wie Karl May selber erfand. |
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Ich denke, dass mehr Wegpassagen mit der Eisenbahn bewältigt wurden, als dies im Buch beschrieben ist, denn die Wege waren so schmal und steinig wie ein Fussweg über einen Schweizer Berg. Dies mit D-Rad und Seitenwagen zu bewältigen scheint mir in den beschriebenen Zeitabschnitten unmöglich. Trotzdem: Eine gewaltige Leistung in der damaligen Zeit. |